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Jochens Kolumne

Fast wie die Jungfrau einst zum Kind kam, wurde ich im Oktober 2020 ein Teil der atom-billard.de-Familie. 

Es war Ende September 2020, als ich zu einem Gespräch mit Vertretern der atom-billard.de GmbH und des Billardmagazins Touch gebeten wurde.

Thema war die zukünftige Zusammenarbeit beider Unternehmen im Rahmen der seit 2015 existierenden German Tour, bei der knapp 800 bis 900 Turniere jährlich unter einem Dach zusammengefasst werden – zumindest war dies vor Corona so und natürlich hoffen wir alle, dass dies auch in der Post-Corona-Zeit wieder so sein wird.

Das Flaggschiff German Tour will dann unbedingt wieder Fahrt aufnehmen und mit Unterstützung von atom-billard.de neue Wege beschreiten.

Auf jeden Fall wurde ich zu dieser Thematik um meinen Input gebeten und nachdem man schon mehrere Stunden getagt hatte, fragte man mich, ob ich nicht noch ein Stündchen länger bleiben könne. Achim Gharbi vom Billardmagazin Touch hatte zwischenzeitlich die längere Heimreise angetreten, so dass man „ungestört“ mit mir sprechen konnte. 

Natürlich hatte ich zu dieser Zeit schon vom großen Projekt rund um den neuen Showroom der atom-billard.de GmbH gehört, doch nähere Infos waren noch nicht zu mir durchgedrungen. In eben jene Interna wurde ich an diesem Abend eingeweiht und es kristallisierte sich heraus, dass man gerne mit mir zusammenarbeiten würde.

Ich selbst war ohnehin gerade arbeitssuchend und mit bereits zehn Jahren Berufserfahrung als „Billard-Tischverkäufer“ mit kaufmännischer Ausbildung quasi prädestiniert für atom-billard.de. Es schien, als hätte man sich an diesem Tag gesucht und gefunden.

Seither bin ich also Ihr Mann am Telefon der atom-billard.de GmbH und berate Sie rund um Billard, Dart, Kicker und Airhockey. Von Dienstag bis Freitag und auch an zwei Samstagen im Monat treffen Sie mich nunmehr also im Showroom in Dasing an und wenn die corona-bedingte Schließung wieder vorüber ist, freue ich mich sehr auf Ihren Besuch.

In diesen Zeiten feiert der Billardtisch für Zuhause ein kleines oder sogar großes Comeback. Viele Menschen haben dieses wunderbare Hobby wieder für sich entdeckt oder erfüllen sich nun im Lockdown einen lang gehegten Traum vom Billardtisch im Eigenheim.


Das Angebot auf dem Markt ist dabei sehr vielfältig und atom-billard.de versucht, allen Wünschen und Anforderungen gerecht zu werden. 

Aber welche grundsätzlichen Anforderungen gibt es denn überhaupt?

Häufig sind das auch die ersten Fragen, die ich in unzähligen Beratungsgesprächen beantworten darf. Zu allererst muss der Raumbedarf geklärt werden, wobei hier als Faustregel gilt, dass man zur Länge und Breite der Spielfläche immer drei Meter hinzu addiert, um den optimalen Raumbedarf zu ermitteln.
Als einfaches Beispiel sei hier ein Tisch der Größe 7-Fuß genannt, der eine Spielfläche von 2x1 Meter aufweist. Addiert man jeweils drei Meter, erhält man den idealen Raumbedarf von 5x4 Metern.

Erfüllt man dieses Kriterium beispielsweise nicht, ist das aber noch kein K.O. für den Kauf eines Billardtisches. Schließlich kann man sich auch immer mal mit einem kleineren Kinder-Queue helfen. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil der Kunden dies auch so handhabt.

Im nächsten Schritt sollte man sich dann Gedanken machen, ob man den Tisch als reinen Billardtisch oder auch als Esstisch oder Konferenztisch nutzen möchte. Gerade für Letzteres gab es seit der Millennium-Wende eine enorme Entwicklung, so dass hier für Interessenten mittlerweile eine große Produktauswahl in allen Preisklassen vorherrscht.

Das bringt mich übrigens zum nächsten Punkt, was denn genau die preislichen Unterschiede zwischen den Tischen ausmacht. 

Ganz kurz zusammengefasst, kann man dies wie folgt formulieren: 

(Preis-)Entscheidend ist der Unterbau, die passgenaue Verarbeitung, die Dicke der Schieferplatte, das verwendete Holz (Massiv oder MDF) und letztlich auch das Herkunftsland. 

In unserem Sortiment finden Sie übrigens von allem etwas. Vom Tisch für den geneigten Einsteiger (wie etwa die Modelle Black-Pool, Triumph, Vancouver oder Verona), über die äußerst beliebte Mittelklasse (Dynamic III, Club Master, Trento und Mozart) bis hin zu High End-Varianten mit direktem Einfluss auf die verwendeten Materialien und Optik. Hier arbeiten wir mit zahlreichen europäischen Einzelstück-Herstellern zusammen, die Ihren Traum vom Billardtisch auf höchstem Level wahr werden lassen.

Genau für diese Beratung bin ich bei atom-billard.de GmbH für Sie da. Kontaktieren Sie mich gerne. Ich berate Sie ausführlich und was mir persönlich am wichtigsten ist, immer fair und objektiv.

Viele kennen uns natürlich als vertrauensvoller Händler für Billardtische, Zubehör, Kicker und Dart, aber in allererster Linie sind wir zu unserem Beruf und unserer Berufung gekommen, weil wir große Fans des Billardspiels sind. 

Und so war es am 22. März diesen Jahres auch für uns eine große Erleichterung, dass endlich wieder einmal professionell Pool-Billard gespielt wurde. Schließlich lief auch hier in den letzten 12 Monaten rein gar nichts. Lediglich der Mosconi Cup, ein Kontinentalvergleich zwischen Europa und den USA, im Dezember 2020 bildete die rühmliche Ausnahme.

Zwar veranstalteten einige Enthusiasten in den vergangenen Monaten diverse Turniere, bei denen man alleine an seinem heimischen Tisch virtuell gegen andere Spieler aus der ganzen Welt antrat, doch Sport ist eben auch nur dann richtiger Sport, wenn man sich im direkten Duell misst.

Dank des englischen Sport-Promoters Matchroom (auch bekannt durch Dart, Snooker und Boxen) ist nun, hoffentlich nicht nur temporär, so etwas wie Normalität eingekehrt. Insgesamt 19 Athleten aus zig Ländern duellieren sich seit dem 22. März bei der neu ins Leben gerufenen Predator Champions League Pool im englischen Milton Keynes. Natürlich alles unter strengsten Corona-Auflagen mit zahlreichen Tests, aber für uns Fans endlich mal wieder echtes Live Pool-Billard. Dank Portalen wie DAZN oder matchroom.live kann man die zwei Turniertische live verfolgen und in den Genuss hochklassigen Pool-Billards kommen.

Mit am Start des auf den ersten Blick recht kompliziert anmutenden Modus ist auch die deutsche Pool-Billard-Legende Ralf Souquet, der bekanntermaßen auch zu unserem Trainer-Team gehört und für Einzelstunden auf unserer Website gebucht werden kann.

Der 52-jährige erfuhr erst vier Tage vor Turnierbeginn von seiner Nominierung, da er für einen positiv getesteten Sportler nachrücken durfte. Somit ging es für ihn also gleich zum nächsten Testcenter und zwei Tage später auf die Reise nach London, wo dann die nächsten Tests stattfanden und man sich dann in die schon oft zitierte „Bubble“ begab.

Rein sportlich lief es Souquet in der ersten 7er Gruppe, die am Montag absolviert wurde, recht gut. Von seinen sechs Partien konnte er drei gewinnen, doch aufgrund der Gruppenkonstellation reichte es für ihn „nur“ zu Platz fünf. Zwar verpasste er damit das Halbfinale und den möglichen Gruppensieg, doch der Modus besagt, dass er bereits am 23. März seine nächste Chance erhält, sich für die Finalrunde am 29. März zu qualifizieren.

Mit im Feld sind mit Kelly Fisher, Kristina Tkach und Jasmin Ouschan übrigens auch drei Frauen, wobei die amtierende Weltmeisterin Fisher bereits am Montag zum Queue griff und das Turnier gleich einmal mit zwei Siegen über den Niederländer Niels Feijen und auch gegen Souquet eröffnete. Zwar verpasste auch sie den Sprung unter die ersten Vier der Gruppe, aber auch sie erhielt eine erneute Chance am 23. März.

Die Engländerin konnte aber nichtsdestotrotz unter Beweis stellen, dass sie sich auch mit der männlichen Weltspitze durchaus messen kann. Das wollen sowohl die Russin Kristina Tkach als auch die Österreicherin Jasmin Ouschan in den kommenden Tagen ebenfalls zeigen.

Live kann man das Turnier auf DAZN (Tisch 1) sowie gegen kostenlose Registrierung unter matchroom.live (Tisch 2) verfolgen.


 

Angesprochen auf mein Hobby wurde mir diese Frage in den letzten dreißig Jahren unzählige Male gestellt. Hatte ich zu Beginn meiner bescheidenen „Karriere“ noch keine schlüssige Antwort darauf, entwickelte sich selbige in den letzten zwei Dekaden doch stetig.

Mit zur Meinungsbildung beigetragen hat dabei sicherlich meine Arbeit als Betreuer und Jugendwart im Hessischen Pool-Billard Verband. Ganze 15 Jahre war ich betreuend oder gar in verantwortlicher Position tätig und begleitete dabei eine mittlere dreistellige Zahl an Jugendlichen auf ihrem Weg zu manchen nationalen und internationalen Titeln. 

So konnte ich an vorderster Front die Persönlichkeitsentwicklungen vieler Kinder, heranwachsender Jugendlicher und mittlerweile Erwachsener beobachten und natürlich auch in meinem bescheidenen Rahmen ein wenig mitsteuern.

Als manifestierte Erkenntnis kann ich nun nach drei Jahrzehnten feststellen, dass das Billardspiel erheblichen Anteil an der Persönlichkeitsentwicklung hat. Fast kein Sport verläuft im Prinzip so konträr zur parallelen Gesellschaftsentwicklung und dem Streben nach immer schneller, höher, weiter und vor allem kurzfristiger. Im Billard verläuft genau gar nichts nach diesem Schema. Und exakt das ist das Gute!

Kinder sind von Haus aus ja meist etwas ungeduldiger und dieser Umstand trifft auch sicherlich auf Jugendliche und vielfach auch Erwachsene zu. Von daher ist es übrigens nie zu spät, sich dem Billardspiel zu widmen, aber das hier nur als kleiner Einwurf in meiner heutigen Kolumne.

Vielmehr soll ja herausgearbeitet werden, was den Billardsport quasi einzigartig macht. In fast keiner anderen Sportart ist man so auf sich alleine gestellt, wie bei diesem Spiel. Man entscheidet ganz allein, was als nächstes zu tun ist. Man lernt also recht schnell, für das was man tut, auch die Verantwortung zu übernehmen. 

Zwar ist die Ausreden-Kartei eines durchschnittlichen Billardspielers stets seitenlang, doch beobachtet man die wirklichen Top-Leute, dann merkt man schnell, dass bei diesen die Kartei keine Bibel, kein Buch und sogar nicht mal ein 2-seitiger Flyer ist. Diese Spieler haben gelernt, für ihr Tun die Verantwortung zu übernehmen und vor allen Dingen ihre Schlüsse daraus zu ziehen.

Verantwortung übernehmen, das ist übrigens ein ganz wichtiger Stichpunkt. Auf gleicher Höhe befinden sich noch die Schlagworte Disziplin und Konzentration.

Kinder, Jugendliche und natürlich auch Erwachsene erlernen beim Billardspiel so schnell wie in fast keiner anderen Sportart, die drei Schlagworte Verantwortung, Disziplin und Konzentration zu verinnerlichen. 

Nahezu jeder spielt gerne Billard, das dürfte recht unzweifelhaft sein. Aber nur die, die Verantwortung übernehmen, Disziplin an den Tag legen und die Konzentration über einen längeren Zeitraum aufrecht erhalten können, werden letztlich erfolgreich sein.

Interessant dürften die drei Schlagworte übrigens für Eltern sein, deren Kinder genau mit diesen wichtigen Aspekten des Lebens Probleme haben. Das bringt mich zurück zu meiner Arbeit im Hessischen Pool-Billard Verband. Gut zwei Dutzend Male konnte ich bei den wirklich herausragenden Kindern mit erleben, wie sich parallel auch ihre schulischen Leistungen dramatisch verbesserten. Eben, weil sie gelernt hatten, Verantwortung zu übernehmen und diszipliniert über einen längeren Zeitraum alleine für sich zu trainieren. Sie werden mir zustimmen, dass dies – überträgt man es auf die Schule – nicht die schlechtesten Eigenschaften sind 😊.

Daher geht zum Schluss meiner heutigen Kolumne auch die Bitte an alle Eltern: Sollte Ihr Kind gerne Billardspielen und Sie dem Kind diesen Wunsch aufgrund des teils zweifelhaften Ruf der Sportart nicht erfüllen wollen – denken Sie nochmal darüber nach!

Thorsten Hohmann - Weltmeister mit damals 23 Jahren

Thorsten Hohmann aus Fulda.
Weltmeister mit damals 23 Jahren.

Foto: Matchroom

Pool-Billard-Spielerinnen und Spieler sind nun wirklich nicht dafür bekannt, besonders trainingsfleißig zu sein. Oftmals wird dabei auch noch einfaches Spielen mit Trainieren verwechselt – das sind nämlich zwei verschiedene paar Schuhe.

Zumindest ist das mit dem Verwechseln meine Wahrnehmung im Rückblick auf 31 Jahre Pool-Billard und von teils sehr prominenter Seite finde ich auch Bestätigung bei dieser Argumentation. Zugegeben, ich reihe mich heutzutage recht nahtlos in die Riege der trainingsfaulen Pool-Billardspieler ein und genau deshalb ist mir auch klar, warum die/der eine oder andere eben erfolgreicher ist als ich…

Mit diesem Umstand habe ich mich im Laufe der Jahre aber angefreundet und bin mit meiner sportlichen Leistung im Rahmen meiner Möglichkeiten an sich ganz zufrieden. Wohlwissend, dass ich noch deutlich Potenzial nach oben hätte….

Die Frage ist, woran liegt es eigentlich, dass die Pool-Billard-Spielerinnen und -Spieler nicht so trainingsfleißig sind?
Eine Antwort bekommt man sicher dadurch, dass es den meisten von uns im Verein nicht wirklich vorgelebt wird. Oftmals wird zwar ein Jugend-Training angeboten (und das ist auch gut so und sehr wichtig), aber im Erwachsenen-Bereich sieht es da ein wenig mau aus. Hier liegt der Fokus ganz klar auf dem Spielen und richtig Trainierende sind eher als Exoten zu betrachten.

Vielfach kann man auch beobachten, dass Pool-Billard-Spieler/innen meist keine andere Sportart betreiben und es von daher auch gar nicht anders kennen. 

Wie wichtig gutes Training ist, beweisen uns aber die Profi-Sportler/innen, die zum Beispiel gerade just, wo ich diese Zeilen schreibe, bei der Euro Tour im österreichischen St. Johann im Pongau an der Platte stehen. Die Klasse, solche Turniere (erfolgreich) bestreiten zu können, haben sie sicherlich nicht im Vorbeigehen erlangt, sondern sich Stück für Stück, Monat für Monat und Jahr für Jahr erarbeitet.

Ein weiteres Thema sind die Trainer/innen. Diese sind heutzutage zwar in deutlich höherer Anzahl vorhanden als noch vor rund zehn oder zwanzig Jahren, aber deren Stellenwert fristet hierzulande doch eher ein Schattendasein.
Klar ist aber auch, die spielerische Klasse und taktische Routine ist noch keinem in die Wiege geleitet worden, sondern ist Resultat von zahlreichen Trainingseinheiten. Wir alle wollen ja mehr oder weniger irgendwie besser werden in unserem Sport, den wir betreiben. Oder liege ich da falsch?

Daher geht mein Aufruf an alle Vereine, sich Trainer auszubilden und diese auch entsprechend einzusetzen. Ich bin sicher, die Mitglieder werden es auf Dauer dankend annehmen und die Leistungen der/s Trainer/in zu würdigen wissen. 

Auch bei atom-billard.de kann man natürlich viel über den Billardsport erfahren und Trainingseinheiten buchen. Wir verfügen in unserem Showroom in Dasing über einen eigens eingerichteten Trainingsraum. Als hauptsächlicher Trainer fungiert Inhaber Thomas Gollowitsch, der nicht nur selbst seit dreißig Jahren das Queue schwingt, sondern auch nationale und internationale Titel vorzuweisen hat. In seiner Glanzzeit agierte er als Profispieler und war weltweit unterwegs. 

Mit im Trainer-Team ist mit Ralf Souquet aber auch die deutsche Billard-Ikone schlechthin. Er ist bei uns genauso buchbar wie die beiden ehemaligen Bundesligaspieler Harald Stolka und Valery Kuloyants. Abgerundet wird unser Team durch Yvonne Ullmann-Hybler, die sich in den letzten Jahren zu einer der besten Spielerinnen in Deutschland gemausert hat und bei der letzten Weltmeisterschaft mit dem 17. Platz als beste Deutsche glänzte.

Alle Informationen zu unserem Trainingsprogramm finden Sie hier:
Billard-Training (atom-billard.de)

Jüngst musste ich wieder lesen, Pool-Billard sei ja gar kein Sport. Nur ein Spiel. Nicht mehr, nicht weniger.
Gut, es wäre gelogen, wenn ich jetzt sagen würde, das ich dergleichen ja noch nie gehört habe. Und für einen Großteil der Bevölkerung stimmt das sicher auch. Viele unserer Kunden spielen beispielsweise Billard aus gesellschaftlichen Gründen und „weil es einfach Spaß macht“.

„Stimmt“, sag ich dann immer. Der Spaß steht absolut im Vordergrund. Das ist auch gut so.

Nichtsdestotrotz ist Billard eine olympisch anerkannte Sportart und steht auch bei den World Games, der Spiele für die olympisch anerkannten Sportarten, die nicht bei Olympia ausgetragen werden, im Programm. Und hier reden wir nicht nur von Pool-Billard, sondern auch vom Dreiband und von Snooker.

Ich kenne viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer schon sehr lange, nicht wenige sogar persönlich. Daher weiß ich, welche Anstrengungen, welche Entbehrungen und wie viele Enttäuschungen es benötigt, sich letztlich für solch ein Event zu qualifizieren. 

Oder um sich für eine WM, eine EM, eine DM oder, um es mal eine Nummer kleiner und begreiflicher zu machen, eine Bayerische Meisterschaft (oder jedes andere Bundesland) zu qualifizieren.

Das alles sind Turniere, die mindestens mal 90% der Billardsportlerinnen und -sportler auf ewig vorenthalten bleiben. Je höher man aufsteigt in dieser bildhaften Pyramide, desto schwerer wird es auch, sich dafür zu qualifizieren. Für die meisten ein dann nie zu erreichendes Ziel.

Aber denjenigen, die es zum einen versuchen und zum anderen dann auch schaffen, eine sportliche Leistung abzusprechen, ist unbegreiflich. Gerade auch von Leuten aus der Billard-Szene heraus. 

Zumal man, wenn man sich ein wenig mit der Materie beschäftigt, ja wissen sollte, das man ein Billardturnier über 12 Stunden oder gar mehrere Tage nicht mal einfach so daher spielt. Das erfordert Konzentration, mentale Stärke und nicht zuletzt körperliche Fitness. 

Manch einer wird jetzt sicher stutzig und fragt: „Körperliche Fitness“?

Da entgegne ich, dass man einfach mal ausrechnen soll, wie viele Kilometer man an einem solchen Tag um den Tisch läuft. Und dies gepaart mit dauerhaftem „unter Strom stehen“. Ich denke, es sollte klar sein, dass man dies ohne ein Mindestmaß an körperlicher Fitness nicht bewältigen kann. Oder aber man scheidet eben früh aus und fährt wieder nach Hause….

Gerade in den letzten Jahren ist der Fitnessgrad der Topspieler nochmals um ein Vielfaches angestiegen. Quasi parallel zum sportlichen Niveau, welches in den vergangenen zwanzig bis dreißig Jahren erheblich gestiegen ist. Das eine bedingt das andere.

Sprich, wer heutzutage nicht fit ist, fährt früh nach Hause. Gerade in so einer Sportart, wo oftmals Nuancen über das Wohl und Wehe entscheiden.